Sie mahlen Ihre Kaffeebohnen selbst? Gut so!
Der richtige Mahlgrad macht den Unterschied zwischen perfektem Genuss und einer bitterer Brühe. Zu fein oder zu grob ruiniert die beste Bohne aus unserem Sortiment. Eine gute Kaffeemühle ist die halbe Miete. Schlagmesser produzieren ein unebenes Pulver mit großen und kleinen Partikeln. Das Ergebnis schmeckt unausgewogen. Mahlwerke mit Scheiben oder Kegel mahlen gleichmäßig und schonen die Aromen ihres Kaffees. Wir zeigen Ihnen die optimalen Werte für alle Arten der Zubereitung, von Espresso bis Cold Brew.
Warum der Mahlgrad so wichtig ist
Feines Pulver hat mehr Oberfläche als grobes. Das Wasser hat mehr Angriffsfläche und löst schneller mehr Stoffe aus dem Kaffee. Zu fein gemahlen, und ihr Kaffee schmeckt bitter. Zu grob? Ihr Kaffee schmeckt sauer und dünn. Die Balance holt das Beste aus unserer Berliner Perle oder dem Peru Yanesha heraus.
Stellen Sie sich Bohnen wie kleine Aromakapseln vor. Ein feiner Mahlgrad bedeutet mehr geöffnete Kapseln. Das Wasser extrahiert mehr Aromen und Bitterstoffe zur gleichen Zeit. Der Trick liegt in der perfekten Balance für Ihre Art der Zubereitung. In der Berliner Kaffeerösterei beraten wir Sie gerne zur passenden Handmühle oder dem passenden Kaffee für ihre Bedürfnisse.
Espresso liebt es fein
Espresso braucht Pulver wie Puderzucker. Sie dosieren 18 bis 20 g für einen doppelten Espresso, der in 25 bis 30 sec durchläuft. Diese Werte bilden Ihren Ausgangspunkt. Der Espresso rauscht in unter 20 sec durch? Ihr Mahlgrad ist zu grob, stellen Sie feiner ein. Er tropft träge und braucht über 35 sec? In dem Fall mahlen Sie zu fein. Unsere Mailänder Espresso zeigt bei 19 g und 27 sec seine schokoladige Seite. Jedes Gramm verändert den Charakter eines Kaffees. Mehr Pulver verstärkt Körper und bitteren Geschmack, weniger erzeugt eine leichtere Tasse und betont die fruchtigen Noten. Dunklere Bohnen vertragen einen gröberen Mahlgrad als helle Varianten. Tägliches Anpassen gleicht schwankende Luftfeuchte aus und sichert eine konstante Qualität. So finden Sie mit etwas Übung schnell Ihre persönliche Einstellung für jeden unserer Espressi.
Mittelfein für die Herdkanne
Die Bialetti arbeitet mit leichtem Druck und braucht einen Mahlgrad wie feinen Grieß. Füllen Sie den Siebeinsatz locker bis zum Rand, mit 15 bis 20 g Kaffee abhängig von der Größe. Das Wasser steigt in 4 bis 5 min nach oben. Ein zu feiner Mahlgrad verlängert die Brühzeit auf über 7 min. Zu grober lässt das Wasser in unter 3 min durchlaufen. Unsere Florentiner entwickelt bei richtigem Mahlgrad würzige und nussige Noten. Die Wassermenge regelt die Stärke ihres Kaffees, die Pulvermenge bleibt gleich.
Filterkaffee findet die Mitte
Filterkaffee verlangt einen mittleren Mahlgrad wie groben Sand. Starten Sie mit 55 bis 60 g pro Liter Wasser. Die Durchlaufzeit? Optimal sind 4 bis 6 min für eine volle Kanne. Unser Kaffeeangebot bietet für jeden Geschmack die passende Sorte. Die Dosis beeinflußt das Ergebnis. Mehr Pulver erzeugt einen kräftigeren Kaffee mit bitteren Noten, weniger liefert ihnen eine milde und süß Tasse. Die Berliner Perle entfaltet bei 32 g Pulver auf 500 ml Wasser ihr bestes Aroma. Die V60 und Chemex Methoden brauchen einen gröberen Mahlgrad als Melitta Filter. Warum? Das Wasser fließt schneller durch die größeren Öffnungen. Die AeroPress arbeitet flexibel und ist vielseitig, eine Anleitung für diese besondere Methode finden Sie hier.
Grob gemahlen für French Press und Cold Brew
French Press perfektionieren
Die French Press braucht grobes Pulver wie Meersalz. Dosieren Sie 60 bis 70 g pro Liter für vollen, runden Geschmack ohne bittere Noten. 4 min ziehen lassen. Nicht länger! Nach 5 min wird der Kaffee bitter und adstringierend, bei unter 3 min bleibt er wässrig. Die grobe Struktur verhindert, dass Pulver durch den Metallfilter in Ihre Tasse rutscht. Kurz umrühren, Stempel aufsetzen, langsam drücken. Fertig. Unser Kolumbien Supremo entwickelt in der French Press köstliche Noten von Nougat und Karamell.
Cold Brew braucht Zeit und Geduld
Cold Brew verlangt den gröbsten Mahlgrad! Das Pulver gleicht grobem Pfeffer aus der Mühle. Geben Sie 100 g auf einen Liter. Die Mischung zieht 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur für die optimale Extraktion. Rühren Sie nach der halben Zeit um. Der Guatemala Huehuetenango aus unserem Kaffee Angebot zeigt bei dieser Methode pure Schokolade mit dezenter Fruchtsüße. Filtern geht einfach. Ein feines Sieb oder Tuch reicht aus, da die Partikel grob genug sind. Genießen Sie das Konzentrat mit Wasser oder Milch und gießen Sie es über Eiswürfel auf. Ihr Cold Brew hält sich drei Tage im Kühlschrank.
Fazit: Investieren Sie in eine gute Mühle
Eine gute Mühle ist die Basis für exzellenten Kaffee. Mahlwerke mit Kegeln oder Scheiben mahlen gleichmäßig und bewahren die Aromen. Schlagmesser zerhacken die Bohnen nur ungleich. Starten Sie mit unseren Richtwerten und passen Sie diese an Ihren Geschmack an. Jede Kaffeesorte reagiert anders. Die Berliner Perle braucht einen feineren Mahlgrad als der kräftige Sumatra Lintong, helle Bohnen mahlen Sie feiner als dunkle. Führen Sie ein Notizbuch mit Ihren idealen Werten. So gelingt jeder Kaffee auf Anhieb. Besuchen Sie uns in der Berliner Kaffeerösterei für persönliche Tipps zu Mühlen und Mahlgraden. Der perfekte Mahlgrad macht aus guten Bohnen großartigen Kaffee – diese Mühe lohnt sich jeden Morgen.
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